Entwicklungsbericht zur DCS: MiG-17F

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3 apr
2026

Die MiG-17F wurde vom VK-1F-Turbojet-Triebwerk angetrieben, einem klassischen sowjetischen Design, das auf dem bewährten VK-1-Turbojet der MiG-15bis aufbaute. Das Triebwerk entstand als rekonstruierte und verbesserte Version des britischen Rolls-Royce-Nene-Zentrifugalstrom-Turbojets. In den Jahren 1946–1947 genehmigte die britische Regierung (unter Premierminister Clement Attlee) aus diplomatischen Gründen den Export von Nene-Triebwerken in die Sowjetunion. Die Sowjets produzierten zunächst eine direkte Kopie mit der Bezeichnung RD-45, die sie dann verfeinerten – unter anderem durch Verbesserungen in der Metallurgie, größere Brennkammern, eine verbesserte Turbine und weitere Modifikationen – zum stärkeren VK-1 unter der Leitung des Konstrukteurs Vladimir Yakovlevich Klimov. Das VK-1 war ein Arbeitstier seiner Ära und trieb die Anfänge der sowjetischen Jet-Luftfahrt an, und das VK-1F erhielt einen Nachbrenner für den extra Schub, wenn es darauf ankam. Der Nachbrenner selbst ist eine einfache Angelegenheit: Kraftstoff wird in den Abgasstrahl gesprüht und gezündet, was eine erhebliche Schubsteigerung bewirkt. Es gab eine kurze Verzögerung, bis die volle Nachbrennerleistung erreicht war – ein Markenzeichen der robusten, unkomplizierten Ingenieurskunst früher Strahltriebwerke.

Das Aussehen

Im echten Leben, durch die Linse einer Kamera, bietet der Nachbrenner der MiG-17F eine beeindruckende Show. Die Schlieren, Segmente und das Aufleuchten in der Abgasfahne sind bemerkenswert. Mit bloßem Auge seht ihr eine gleichmäßige, helle Flamme. Genau das haben wir für euch in der DCS: MiG-17 Fnachgebildet.

Das Gefühl

Im Cockpit der MiG-17F gibt es keine Anzeige für die Nachbrenneraktivierung. Stattdessen verlassen sich die Piloten auf das Fluggefühl und die Veränderungen der Beschleunigung, um Hinweise darauf zu erhalten, wann der Nachbrenner zündet. In DCS werdet ihr ebenfalls auf diese Hinweise achten – über Geräusche, das Verhalten des Flugzeugs und feine Veränderungen der Triebwerkswerte, ohne eine eigene Kontrollleuchte.

Nachbrennereinsatz

Piloten der MiG-17F schoben den Schubhebel nicht einfach nach Belieben in den Nachbrenner. Die sowjetische Doktrin legte Wert auf Langlebigkeit des Triebwerks, daher wurden Standardstarts in der Regel ohne Nachbrenner durchgeführt; selbst bei Trainingsflügen blieb das Triebwerksmanagement konservativ. Der Nachbrenner war Momenten vorbehalten, in denen man ihn wirklich brauchte, und er lieferte etwa 25 % mehr Schub.

In DCS müsst ihr die Nutzung des Nachbrenners genau im Auge behalten. Sobald er zündet, steigen die Triebwerkstemperaturen, und wenn ihr die Nadel sich 730 °C nähern seht (in den roten Bereich), wird es Zeit, den Nachbrenner zurückzunehmen. Übertreibt ihr es, riskiert ihr Triebwerksschäden oder sogar einen Ausfall. Nach dem Abschalten des Nachbrenners senkt ihr die Drehzahl unter 11.200, um das Triebwerk abzukühlen. Normalerweise sinkt die Abgastemperatur (EGT) innerhalb einer halben Minute unter 690 °C, und dann könnt ihr den Nachbrenner wieder sicher nutzen.

Unterm Strich

Selbst ohne Nachbrenner ist die MiG-17F kein Langweiler. Bei Kampfgewicht könnt ihr mit einer Kurvenrate von 13 bis 14 Grad pro Sekunde rechnen. Schaltet ihr den Nachbrenner zu, springt das auf etwa 16 Grad pro Sekunde, was euch in einem Luftkampf einen entscheidenden Vorteil verschafft.

In den frühen Jahren des Kalten Krieges machten 13 bis 14 Grad pro Sekunde – und bis zu 16 Grad mit Nachbrenner – die MiG-17 zu einem ernstzunehmenden Gegner im Vergleich zu den schnelleren, aber weniger wendigen Jagdflugzeugen jener Ära. Spätere Jäger wie die F-16A und die F-5E Tiger II sollten die Messlatte schließlich höher legen, aber zu ihrer Zeit setzte die MiG-17 den Standard für Kurvenraten.

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